Rezept für Cranberry Buttermilk Pie

In der aktuellen Wohnen & Garten vom Januar 2013 wurde mein Rezept für den Cranberry Puttermilk Pie abgedruckt. Zum heutigen National Pie Day gibt es das Rezept auch bei Sweetie Pies:

Zutaten für die Teigkruste (Pie Crust):

  • 280 g Mehl
  • 1 EL Zucker
  • ½ TL Salz
  • 110 g sehr kalte Butter
  • 1 Eigelb
  • 3-5 EL sehr kaltes Wasser

Zutaten für die Füllung:

  • 300 g Zucker
  • 110 g geschmolzene Butter
  • Prise Salz
  • 3 Eier
  • 40 g Mehl
  • 80 ml Buttermilch
  • 150 g frische Cranberries, eventuell halbiert

Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Anschließend kalte Butter drüber raspeln und mit einem Pastry Blender, zwei Messern oder noch besser einem Food Processor vermischen. Eigelb und Wasser hinzugeben und nun wieder mit Pastry Blender verrühren. Anschließend mit Händen einen Teig formen. Sobald es sich zu einem Ball formen lässt, auf Frischhaltefolie legen und 15 Minuten im Gefrierfach frieren. Aus dem Gefrierfach nehmen und Teig mit Nudelholz ausrollen. Danach in eine tiefe, gefettete Pie-Form legen. Überstehenden Teigrand abtrennen. Bei 190° C 10 Minunten im Ofen backen. Dann mit der Cranberry-Buttermilch-Mischung füllen und 10 Minuten bei 180° C  im Ofen und dann 40 Minuten bei Unterhitze backen.

Happy National Pie Day!

Blueberry Peach Pie

Blaubeer-Pie ist einer meiner Favoriten, weil er so fruchtig ist und schön dekoriert werden kann. Dazu steche ich von der Pie-Kruste mit einem Sternchen-Keksausstecher Teigsterne aus. Diese werden dann auf den ungebackenen Kuchen gelegt, wobei die Teigspitzen nicht in die Blaubeer-Füllung ragen sollten. Anschließend Pie wie gewohnt im Backofen backen.

Meistens habe ich noch ein paar Sternchen über, die ich dann einfach auf dem Blech backe. Alternativ können auch Herzchen ausgestochen und gebacken werden.

Die Geschichte des Pies

Die alte Schreibweise PYE zeigt bereits, wo der Pie herkommt: aus dem alten Großbritannien, genauer gesagt aus dem Großbritannien des 13. Jahrhunderts. Dazu muss man sich vorstellen, dass es früher keinen Kühlschrank und keinen Ofen gab. Ein Feuer zum Backen wurde nur selten gemacht, eine Kühlung gab es in der Regel nicht. Die Kruste früherer Pies war daher nicht zum Verzehr gedacht, sondern als Aufbewahrungshülle, die einige Zentimeter dick war und die Füllung bis zu einem Jahr konservierte. Entsprechend wurde die unappetitliche Piekruste Coffin genannt. Mit der Zeit haben sich die Köche und Bäcker mehr Mühe mit der Kruste gemacht und sie in eine appetitliche Schale verwandelt.

Zur Kolonialzeit wurden in Amerika die traditionellen englischen Pies mit Füllungen aus der Neuen Welt ersetzt. Cranberries, Pecans, Pfirsiche und Key Limes sind nur einige Beispiele für neuere Geschmacksrichtungen. Auch die Kruste entwickelte sich weiter und hat heute vom Keksboden bis zur Sour Cream Crust vielfältige Erscheinungsformen. Die amerikanische Küche kann man sich ohne Pies gar nicht mehr vorstellen und Apple Pie oder Pumpkin Pie sind quasi amerikanische Nationalgerichte.

Wie sammeln Amerikaner Pie-Rezepte?

Amerikaner haben ein Hobby, das es bei uns in dieser Form nicht gibt: Rezepte sammeln. Dazu werden die Lieblings-Rezepte in einem Album oder in einer dekorativen Rezeptbox aufbewahrt. Sobald wieder Pie gebacken wird, wird die entsprechende Rezeptkarte, entweder selbst beschriftet oder mit dem Computer gedruckt, herausgezogen und nachgebacken.

Treffen sich Freunde oder Familie und die neuesten kulinarischen Kreationen werden serviert, so gibt man ein Kompliment an den Koch oder die Köchin und verlangt nach dem Rezept. Gleich darauf wird eine dekorative, aber bisher noch unbeschriftete Rezeptkarte ausgefüllt und überreicht. Diese Rezeptkarte steckt man dann in seine eigene Sammlung, die mit der Zeit immer bunter wird. Gerne wird einem Brautpaar eine Box mit den Lieblings-Rezepten der Familie gereicht. Oder es gibt im Internet Rezeptkarten-Clubs, bei denen man nicht nur Pie-Rezepte herunter lädt und gleich auf die Karte druckt. Ein nettes Hobby oder nicht?