Kategorie Archiv: Pie-Formen und Werkzeuge

Die Arbeitsfläche zum Pie- oder Tart-Teig ausrollen

Für die Pie-Kruste oder den Tart-Teig wird eiskalte, am liebsten sogar gefrorene Butter verwendet. Wenn alle Zutaten vermischt sind, ist der Teig ein wenig klebrig und muss dünn und gleichmäßig ausgerollt werden. Damit der Teig dabei nicht reißt oder auf der Arbeitsfläche kleben bleibt, gibt es ein einfaches Hilfsmittel, das ich gerne vorstellen möchte: die Baking Mat.

Diese Back-Matte ist eine Unterlage, die auf der Arbeitsfläche ausgerollt wird und besondere Antihaft-Eigenschaften besitzt. Trotzdem verwende ich zusätzlich noch eine Portion Mehl – ganz traditionell. Die Back-Matte hat auch gleich für den Pie die Krustengrößen in inch aufgemalt. Das hilft beim Orientieren, wie groß denn der Teig ausgerollt werden soll, ganz nach Größe der Pie-Form. Im übrigen verwende ich die Matte auch für das Ausrollen eines Keksteigs oder wie hier für den Tart-Teig.

Ach ja, sowohl Baking Mat als auch abgebildete Tartform werden von Fox Run Brands hergestellt. In Deutschland erhältlich bei „American Heritage“.

Eat more Pies!

Die Qual der Wahl: Pie-Formen – welche ist die beste Backform?

Welche Pie-Form ist die beste Form für einen Pie? Das ist die Frage, die immer wieder gestellt wird und leider gibt es keine einfache Antwort darauf. Anhand von ein paar Kriterien kann man sich selber fragen und einer Antwort zumindest nahe kommen.

Fangen wir mal mit dem Spaß-Faktor an. Ich selber habe inzwischen fast einen Schrank voller Backformen. Am schönsten sind für mich doch die Lieblingsformen, die man irgendwo mal gefunden hat, die pinke oder die rote mit dem Apfel oder die aus dem tollen Laden…. Je höher der Spaßfaktor einer Pie-From, desto öfter backe ich damit auch. Manchmal gibt es nur einen Pie, weil ich mit DER Form ja schon lange nicht mehr gebacken habe. Der Spaß-Faktor erhöht also die Motivation.

Welcher Pie soll denn in der Form gebacken werden? Für einen Apple Pie nehme ich in der Regel eine tiefe Backform. Ein Key Lime Pie wird dagegen in einer flachen Form gebacken.

Nicht alle Formen sind auch gleich servierfähig. Zum Beispiel sehen die alten verkratzten und verbeulten Metallformen nicht mehr so toll aus und die stelle ich dann nicht gerne direkt auf den Tisch. Backe ich aber für die Freundin und sehe die Form so schnell nicht wieder oder das Picknick zum Mitnehmen, sind gerade diese Formen gefragt.

Je dunkler die Backform, desto weniger Hitze benötigt eine Form. Dies sollte beim Backen berücksichtigt werden, damit die Temperatur stimmt. Vorzügliche Hitzeleitung hat zumindest den positiven Effekt, ein wenig Energie zu sparen.

Portiernieren sollte man den Pie ja auch, allerdings benötigt man zum Schneiden in den schön beschichteten Metallformen ein besonderes Messer, das keine Kratzer hinterlässt. In der Glasform und in der Keramikform kann einfach so drauf los geschnitten werden.

Und vielleicht auch noch die Widerstandsfähigkeit oder Bruchfestigkeit? Eine Metallform kann problemlos hinfallen – besser allerdings ohne Pie. Eine Glasform verträgt das nicht so ohne weiteres. Auch kann eine Form aus Metall mal eingefrorern werden. Eine Glasform nicht unbedingt, zumindest sollte sie zum Auftauen aus dem Gefrierfach nicht gleich in den Backofen.

Wem die Entscheidung nicht einfach fällt, der sollte so wie ich einfach mal eine Sammlung verschiedener Formen und Materialien anfangen…

Mein Weihnachtsgeschenk aus Amerika: Eine rote Pie-Form

Merry Christmas! Zugegeben, ich habe schon eine ganze Sammlung, aber so eine schöne rote Backform hatte ich noch nicht. Darf ich mein diesjähriges Weihnachtsgeschenk vorstellen? Natürlich habe ich es gleich heute benutzt. Und was passt farblich am besten in eine rote Pie-Form? Cherry-Pie!

Jede Pie-Form ist hinsichtlich Größe, Tiefe und Material anders und somit müssen auch Füllmenge und Backzeit immer angepasst werden. Mein heutiger Cherry Pie könnte noch ein paar mehr Kirschen vertragen und daher gibt es morgen gleich nochmal Kirschkuchen, damit das Rezept perfekt wird!

Thank you for a wonderful present!

Die Geschichte von Vern’s Pies

John Grubers aus Spokane, Washington, wurde bekannt für seine fast legendäre Leidenschaft für Pies und daher muss seine Geschichte unbedingt erzählt werden: Seit 1954 arbeitete John in der Kaiser Aluminium Fabrik. Jeden Dienstag und jeden Freitag war der sogeannte „Pie Day“. Auf dem Rückweg von der Arbeit würde er bei Vern’s Pies einen Pie kaufen, der er sich dann bis zum nächsten Pie-Tag einteilte. Die leeren Pie-Formen würde er in einem extra dafür gebauten Regal aufbewahren. Sehr zum Leidwesen seiner Frau wuchs dieser Berg an Pie-Formen über die Jahre stetig an.

Doch eines Tages – in den 70er Jahren – merkte seine Frau, dass etwas nicht stimmte, da John an einem Freitag, mal wieder Pie-Day, ohne den üblichen Pie nach Hause kam. Für John Gruber brach die Pie-Welt zusammen, denn die Bäckerei Vern’s Pies hatte für immer geschlossen! John trug die über die Jahre gesammelten Backformen in den Keller und aß von da an keinen Pie mehr. Die Formen blieben bis zum seinem Tod im Jahr 1987 in vielen Kisten in seinem Keller. Und die Geschichte von John Gruber und Vern’s Pies lebt nun weiter, da eine der vielen Pie-Formen im Sweetie Pies-Cafe bei American Heritage München an der Wand hängen wird.

Praktische Messbecher

In Amerika werden die Mengenangaben bei Koch- und Backrezepte in Tassen und Löffeln (Cups and Spoons) angegeben. Diese Messbecher gibt es in jeder amerikanischen Küche in mehreren Ausfertigungen. Meist ein schönes Set aus Porzellan, ein ganz praktisches aus Kunststoff und vielleicht auch noch die nostalgischen Cups von Grandma. Immer griffbereit. Meine eigene Sammlung der Messbecher-Sets wächst monatlich. Aus Metall (kann schon mal runterfallen), aus Porzellan (sehr dekorativ, aber ein wenig unpraktisch), aus Glas (schön für die Mikrowelle) oder eben dieses hier: Türkises Set von Martha Stewart.

Wer öfter nach amerikanischen Rezepten backt und kocht, sollte sich zum einfachen Abmessen Cups und Spoons zulegen, zumindest die Tassen. Für den einmaligen Gebrauch lassen sich die Maße auch umrechnen.