Die Geschichte des Pies

Die alte Schreibweise PYE zeigt bereits, wo der Pie herkommt: aus dem alten Großbritannien, genauer gesagt aus dem Großbritannien des 13. Jahrhunderts. Dazu muss man sich vorstellen, dass es früher keinen Kühlschrank und keinen Ofen gab. Ein Feuer zum Backen wurde nur selten gemacht, eine Kühlung gab es in der Regel nicht. Die Kruste früherer Pies war daher nicht zum Verzehr gedacht, sondern als Aufbewahrungshülle, die einige Zentimeter dick war und die Füllung bis zu einem Jahr konservierte. Entsprechend wurde die unappetitliche Piekruste Coffin genannt. Mit der Zeit haben sich die Köche und Bäcker mehr Mühe mit der Kruste gemacht und sie in eine appetitliche Schale verwandelt.

Zur Kolonialzeit wurden in Amerika die traditionellen englischen Pies mit Füllungen aus der Neuen Welt ersetzt. Cranberries, Pecans, Pfirsiche und Key Limes sind nur einige Beispiele für neuere Geschmacksrichtungen. Auch die Kruste entwickelte sich weiter und hat heute vom Keksboden bis zur Sour Cream Crust vielfältige Erscheinungsformen. Die amerikanische Küche kann man sich ohne Pies gar nicht mehr vorstellen und Apple Pie oder Pumpkin Pie sind quasi amerikanische Nationalgerichte.

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