Geschichten und Rezepte über süße Pies und Tarts

Sabine Ryans Rezept für Pecan Pie

Pecan Pie wird besonders gerne in den Südstaaten gegessen, denn die meisten Zutaten kommen auch von dort. Es gibt viele Rezepte, die für den Pecan Pie Melasse verwenden. Melasse, die Amerikaner nennen es Molasses, ist ein dickflüssiger, brauner Zuckersirup, der als Nebenprodukt aus der Zuckerproduktion anfällt. Beim Kochen des Saftes von Zuckerrohr entsteht Rohrzucker und Melasse. Da es in Deutschland Melasse nur in ausgewählten Bio-Supermärkten gibt, greife ich für das Pecan Pie-Rezept zu dunkelbraunen, amerikanischen Zucker, da dieser sehr köstlich, karamellig schmeckt.

Für die Füllung werden folgende Zutaten in einem mittleren Kochtopf vermischt und erwärmt:

  • 2 Tassen dunkelbrauner Zucker
  • 3 EL Mehl
  • 110 g Butter
  • 1 Tasse Milch
  • 3 Eier
  • Vanilleextrakt

Die braune Masse wird in eine vorbereitete Teigkruste gegeben und mit 1 ½ Tassen Pecan-Nüssen garniert. Anschließend im Backofen bei 190 °C ca. 50 Minuten backen. Nach dem Backen gut auskühlen lassen und mit Sahne oder Vanilleeis servieren. Eat more Pies!

Ton-in-Ton: Vanille-Pie mit Waldfrüchten

Beim Dekorieren gibt es bei mir zwei Prinzipien: Ton-in-Ton oder kräftiger Kontrast. Diesen Prinzipien bleibe ich beim Backen auch gerne treu. Heute wollte ich meine neue lila Pie-Form einweihen und da musste ich die Zutaten für ein Ton-in-Ton-Pie finden. Welche Zutaten sind dunkelrot und lila? So ist die Idee zu einem Waldfrüchte-Pie entstanden.: Blaubeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Kirschen und Erdbeeren sind die fruchtige Mischung für eine Vanille-Basis.

Für den Pie nehme ich das Rezept für eine Pie-Kruste, mische eine Füllung mit sauerer Sahne, Schmand oder Joghurt an – hier bin ich meistens spontan und nehme, was der Kühlschrank hergibt – und fülle die Früchte hinein. Die Backzeit beträgt ca. 50 Minunten und danach muss der Pie schön lange im Kühlschrank kühlen, mindestens zwei Stunden.

Eat more Pies!

Zuckerarten für Pies: Brauner Zucker, Puderzucker, Hagelzucker und Backzucker

Ein süßer Pie braucht Zucker! Und zwar immer den richtigen – passend zum gewünschten Geschmack und der Konsistenz. Doch wie unterscheiden sich all die Zuckerarten?

Brauner Zucker ist für das Backen nach amerikanischen Rezepten unverzichtbar. Light Brown Sugar und Dark Brown Sugar unterscheiden sich nicht nur durch die Farbe, sondern auch durch deutlich intensiveres Aroma, das durch den verschiedenen Anteil an Melasse hervorgerufen wird. Je dunkler, desto karamelliger schmeckt der Zucker, desto mehr Melasse (Zuckersirup) ist im Zucker enthalten. Amerikanischer, brauner Zucker ist sehr feucht und nicht mit herkömmlichem Zucker aus unserer Gegend zu vergleichen. Für Pies wird brauner Zucker unbedingt für Pecan Pies empfohlen, da die Konsistenz und der nussig-karamellige Geschmack hier im Vordergrund steht. In Ice Tea, Chutneys und Lebkuchen ist der braune Zucker auch gerne gesehen.

Puderzucker weist die feinsten Kristalle auf, die mit dem Auge nicht mehr sichtbar sind. Er wird produziert, indem der klassische raffinierte Zucker sehr fein gemahlen wird. Sofern man keinen Puderzucker zu Hause hat, kann man ihn auch nach 3 Minunten im Food Processor selber herstellen – vorausgesetzt man hat so ein Gerät. Für Pies benötigt man Puderzucker zum Bestäuben. In Amerika wird er auch gerne für den Teig der Sugar Cookies (Mürbeteig) verwendet und natürlich in den feinen Glasuren von Keksen, Cupcakes und anderen Kuchen.

Hagelzucker sieht aus wie kleine Hagelkörner.  Hergestellt wird Hagelzucker, indem raffinierter, weißer Zucker angefeuchtet, gepresst und dann in großen Stücken getrocknet wird. Anschließend wird er wieder in kleine Körner – den Hagelzucker – gestoßen. Für Pies wird Hagelzucker dekorativ auf der oberen Teigkruste verwendet, zum Beispiel beim Apple Pie. Ansonsten dient Hagelzucker überwiegend zur Dekoration von Keksen.

Backzucker ist feiner, raffinierter Zucker, der sich ein wenig schneller auflöst als die normalen Zuckerkristalle. Auch Backzucker lässt sich im Food Processor schnell und einfach herstellen und wird gerne für Meringue verwendet, zum Beispiel für den Eiweißdeckel eines Lemon Meringue Pies.

Viel Vergnügen beim Backen. Eat more Pies!

Die Qual der Wahl: Pie-Formen – welche ist die beste Backform?

Welche Pie-Form ist die beste Form für einen Pie? Das ist die Frage, die immer wieder gestellt wird und leider gibt es keine einfache Antwort darauf. Anhand von ein paar Kriterien kann man sich selber fragen und einer Antwort zumindest nahe kommen.

Fangen wir mal mit dem Spaß-Faktor an. Ich selber habe inzwischen fast einen Schrank voller Backformen. Am schönsten sind für mich doch die Lieblingsformen, die man irgendwo mal gefunden hat, die pinke oder die rote mit dem Apfel oder die aus dem tollen Laden…. Je höher der Spaßfaktor einer Pie-From, desto öfter backe ich damit auch. Manchmal gibt es nur einen Pie, weil ich mit DER Form ja schon lange nicht mehr gebacken habe. Der Spaß-Faktor erhöht also die Motivation.

Welcher Pie soll denn in der Form gebacken werden? Für einen Apple Pie nehme ich in der Regel eine tiefe Backform. Ein Key Lime Pie wird dagegen in einer flachen Form gebacken.

Nicht alle Formen sind auch gleich servierfähig. Zum Beispiel sehen die alten verkratzten und verbeulten Metallformen nicht mehr so toll aus und die stelle ich dann nicht gerne direkt auf den Tisch. Backe ich aber für die Freundin und sehe die Form so schnell nicht wieder oder das Picknick zum Mitnehmen, sind gerade diese Formen gefragt.

Je dunkler die Backform, desto weniger Hitze benötigt eine Form. Dies sollte beim Backen berücksichtigt werden, damit die Temperatur stimmt. Vorzügliche Hitzeleitung hat zumindest den positiven Effekt, ein wenig Energie zu sparen.

Portiernieren sollte man den Pie ja auch, allerdings benötigt man zum Schneiden in den schön beschichteten Metallformen ein besonderes Messer, das keine Kratzer hinterlässt. In der Glasform und in der Keramikform kann einfach so drauf los geschnitten werden.

Und vielleicht auch noch die Widerstandsfähigkeit oder Bruchfestigkeit? Eine Metallform kann problemlos hinfallen – besser allerdings ohne Pie. Eine Glasform verträgt das nicht so ohne weiteres. Auch kann eine Form aus Metall mal eingefrorern werden. Eine Glasform nicht unbedingt, zumindest sollte sie zum Auftauen aus dem Gefrierfach nicht gleich in den Backofen.

Wem die Entscheidung nicht einfach fällt, der sollte so wie ich einfach mal eine Sammlung verschiedener Formen und Materialien anfangen…

St. Patrick’s Day: Grasshopper Pie

Am 17. März ist wieder St. Patrick’s Day. Mit meinem Nachnamen sollte man doch den irischen Feiertag zelebrieren und daher präsentiere ich zu diesem Anlass einen grünen Pie: Grasshopper Pie. Zugegeben sehr amerikanisch, doch geschmacklich exzellent! Und zum Spaß kann man auch mal einen Pie a la After Eight backen…

Grundlage dafür ist das Rezept von Grandma Doris aus Iowa. Da nicht alle Zutaten hier käuflich zu erwerben sind, musste ich das Rezept ein wenig abändern:

      • Eine Schokoladenkeks-Kruste vorbereiten.
      • 40 mittelgroße Marshmallows mit einer halben Tasse Milch (ca. 120 ml) unter ständigem Rühren erwärmen bis die Marshmallows geschmolzen sind.
      • Marshmallow-Creme leicht abkühlen lassen.
      • 60 ml Baileys, ein wenig Pfefferminz-Extrakt und ein paar Tropfen grüne Lebensmittelfarbe hinzugeben und wieder verrühren.
      • Zwei Becher Schlagsahne steif schlagen.
      • Sahne langsam unter die grüne Marshmallow-Creme unterheben und die Mischung in die Pie-Kruste einfüllen.
      • Zum Schluss mit ein wenig Schokoladenraspel verzieren und kalt stellen.

Wünsche allen Pie-Freunden einen guten Appetit! Eat more Pies!

 

Pink Pie – ohne künstliche Farbstoffe

Bei American Heritage München war gestern ein Fotoshooting. Dafür benötigte ich unter anderem einen pinken Pie, doch wie backt man den, ohne in den künstlichen Farbkasten zu greifen? Immerhin sollte der Pie ja noch essbar sein…

Im Internet gab es kein akzeptables Rezept und daher musste ich selber experimentieren. Zu einer Mischung aus saurer Sahne und Eiern habe ich Cranberry-Sirup und Blaubeer-Sirup gemischt. Der Pie wird dann etwas flüssiger und benötigt eine gute Portion Mehl zum Verdicken. Zwar habe ich bei dem gewünschten pinken Farbton aufgehört, doch im Backofen dunkelt der Pie leider noch nach. Eigentlich hätte er noch ein wenig heller sein sollen und daher weniger der Blaubeer-Farbe benötigt. Das nächste Mal also mehr Cranberry-Sirup. Für das Blog-Foto habe ich noch Kontrast gesucht und den Pie mit einer Portion Sahne verfeinert.

Eat more Pies!

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Happy National Cherry Pie Day – Kirschkuchen

Am heutigen National Cherry Pie Day – nennen wir es mal Kirschkuchentag – gönnen wir uns zur Feier des Anlasses ein Stück des saftigen Pies. Nicht ohne Grund ist der fruchtige Kirsch-Pie der zweitbeliebteste Pie in Amerika – Apple Pie ist so in der amerikanischen Kultur verankert, dass er seine unangefochtene Position nie abgeben wird.
Leider gibt es nur Vermutungen, warum der Kirschkuchentag im Februar gefeiert wird, denn immerhin ist ja derzeit keine Kirschenzeit. Es gibt Vermutungen, dass der Feiertag mit dem kürzlich stattgefundenen Feiern von George Washingtons Geburtstag und Presidents Day zu tun haben – immerhin war George Washington ein großer Liebhaber der Kirschen. Es kann uns fast ein wenig egal sein, denn Kirschkuchen schmeckt mit und ohne Grund. Guten Appetit!

Roasted Almond Pie – Mandeltorte mit Ahornsirup

Heute möchte ich meinen neuesten Pie vorstellen: Roasted Almond Pie. Dafür gibt man 1 Tasse – sorry, die Tassenangaben bei amerikanischen Rezepten sind einfach so bequem – Mandeln in eine Pfanne. Bei mittlerer Hitze mmer wieder wenden bis die Mandeln schön goldbraun sind. Dies sollte je nach Hitze zwischen 5 und 10 Minuten dauern. Danach die Mandeln gut abkühlen lassen und zerkleinern.
Pie-Kruste mit Vanille-Mandel-Füllung versehen und die gerösteten Mandeln drauf legen. Gut 50 Minuten im Ofen backen. Je kälter er wird, desto schnittfester ist der Kuchen dann. Anschließend Almond Pie mit Ahornsirup beträufeln.

Pie-Herzen zum Valentinstag

Süße Pies gibt es natürlich auch in Herzform, als ganze Kuchen oder kleine Herzen, und eignen sich für viele Anlässe wie Geburtstag, Muttertag oder Hochzeiten. Der kommende Valentinstag ist ein perfekter Anlass, gefüllte Pie-Herzen zu backen. Die Herzen sollten dabei nicht zu klein sein, damit sie sich gut befüllen lassen. Große Keksausstecher helfen beim Ausstechen des Pie-Teigs (hierzu eignet sich jedes Rezept für Pie-Teig, der nicht mit Kekskrümel gemacht wird) – hier ein normales Herz und ein Crinkled Heart („zerknittertes Herz“).

Anschließend werden die Herzen mit Füllung bestrichen, wobei der Rand großzügig ausgespart bleibt. Als Füllung eignen sich kleine Beeren, Apfelstückchen oder auch Marmelade – in meinem Fall Stonewall Kitchens Blueberry Jam mit wilden Blaubeeren. Nun wird der Rand mit Wasser befeuchtet und ein zweites Herz drauf gelegt. Mit einer Gabel wird der Rand von beiden Seiten festgedrückt und damit gut verschlossen.

Ungefähr 20 Minuten sind die Herzen bei 190 °C im Ofen. Danach mit Puderzucker bestreuen und servieren.

Happy Valentine’s Day!

Rezept für Cranberry Buttermilk Pie

In der aktuellen Wohnen & Garten vom Januar 2013 wurde mein Rezept für den Cranberry Puttermilk Pie abgedruckt. Zum heutigen National Pie Day gibt es das Rezept auch bei Sweetie Pies:

Zutaten für die Teigkruste (Pie Crust):

  • 280 g Mehl
  • 1 EL Zucker
  • ½ TL Salz
  • 110 g sehr kalte Butter
  • 1 Eigelb
  • 3-5 EL sehr kaltes Wasser

Zutaten für die Füllung:

  • 300 g Zucker
  • 110 g geschmolzene Butter
  • Prise Salz
  • 3 Eier
  • 40 g Mehl
  • 80 ml Buttermilch
  • 150 g frische Cranberries, eventuell halbiert

Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Anschließend kalte Butter drüber raspeln und mit einem Pastry Blender, zwei Messern oder noch besser einem Food Processor vermischen. Eigelb und Wasser hinzugeben und nun wieder mit Pastry Blender verrühren. Anschließend mit Händen einen Teig formen. Sobald es sich zu einem Ball formen lässt, auf Frischhaltefolie legen und 15 Minuten im Gefrierfach frieren. Aus dem Gefrierfach nehmen und Teig mit Nudelholz ausrollen. Danach in eine tiefe, gefettete Pie-Form legen. Überstehenden Teigrand abtrennen. Bei 190° C 10 Minunten im Ofen backen. Dann mit der Cranberry-Buttermilch-Mischung füllen und 10 Minuten bei 180° C  im Ofen und dann 40 Minuten bei Unterhitze backen.

Happy National Pie Day!